» Wie gesund sind die Zähne der Deutschen?

Großstudie zur Mundgesundheit gestartet
Im Auftrag der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) startete in diesen Tagen eine bundesweite Großstudie zum Stand der Zahngesundheit in der Bevölkerung. Die "Vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS IV)" nimmt bei einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung die Verbreitung von Zahnkaries und Erkrankungen des gesamten Zahnhalteapparates (Parodontopathien), die Mundhygiene und Ernährungsgewohnheiten, die Inanspruchnahme zahnärztlicher Dienstleistungen und die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität nach international vergleichbaren Maßstäben unter die Lupe. Ziel ist es, die Daten über die Mundgesundheit und zum zahnärztlichen Versorgungsgrad in Deutschland auf einen aktuellen Stand zu bringen.

Dafür sind drei mobile zahnärztliche Untersuchungsteams in den kommenden sechs Monaten an 90 Orten in ganz Deutschland im Einsatz, um rund 4.000 Menschen zu befragen und zu untersuchen. Das von KZBV und BZÄK getragene Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) in Köln ist für die Gesamtstudie verantwortlich. Wissenschaftliche Unterstützung erhält die Studie darüber hinaus durch die Universitätszahnkliniken in Dresden, Köln und Hamburg.

Untersucht werden die Altersgruppen der 12-Jährigen, der 15-Jährigen, der 35- bis 44-Jährigen und der 65- bis 74-Jährigen. Die Personen, die schriftlich zu den Untersuchungen eingeladen wurden, werden von den zahnärztlichen Teams nicht behandelt, die zahnärztlichen Befunde werden lediglich in anonymisierter Form aufgezeichnet. Die bundesweite Untersuchung ergänzt drei Großstudien aus den Jahren 1989, 1992 und 1997, bei denen erstmals genaue Daten über die Mundgesundheit der Deutschen ermittelt wurden. Ziel der beteiligten Wissenschaftler ist es, durch die aktuelle Untersuchung Veränderungen erkennen und auswerten zu können, der Öffentlichkeit und den Zahnärzten selbst fundierte medizinische Orientierungsdaten an die Hand zu geben, um das System der zahnärztlichen Versorgung in Deutschland den wechselnden Herausforderungen anzupassen. (bzäk/kzbv, Berlin, 08.03.2005)

Weitere Informationen finden Sie unter www.idz-koeln.de



» Der Mundschutz zur Vorsorge im Hinblick auf Kinder- und Sportunfälle

"Vorbeugen ist besser als Heilen"
Sind auch Sie und Ihr Kind begeisterte Rad- oder Skateboard- fahrer? Bestimmt tragen Sie schon einen Helm und / oder Knieschoner. Oder aber Sie betätigen sich in einer Sportart, die für die Zähne ein gewisses Risiko darstellt - Eishockey, Hockey, Football, Mountainbikefahren etc.

Aber haben Sie auch an den Schutz der Zähne gedacht?!

Warum einen Mundschutz?

In unserer täglichen Praxis stellen wir fest, dass immer häufiger durch einen Sturz abgeschlagene Zähne der Grund eines Zahnarztbesuches sind. Derzeit erleidet etwa jeder dritte Bundesbürger im Laufe seines Lebens eine vermeidbare Zahnschädigung durch einen Sport- bzw. Spielunfall. Dieser Zahnschaden ist nicht zu reparieren. Es bleiben Schäden für das ganze Leben zurück. Das ist dann um so ärgerlicher, da sie - im Gegensatz zu durch andere Unfälle verursachten Zahnschädigungen - durchaus zu vermeiden sind.

Wir haben uns mit diesem Problem auseinandergesetzt und sind der Meinung, dass es durch Schutzmaßnahmen möglich sein muss, die Folgen eines Sturzes zu verhindern, zumindest sie gering zu halten; getreu dem Motto: "Vorbeugen ist besser als Heilen".

Die Lösung:

Eine individuell angefertigte Schiene, die vor der Fahrt oder vor dem Spiel über die Zähne gestülpt wird (die Handhabung ist "kinderleicht"). So bekommen vor allem die gefährdeten Frontzähne den erforderlichen Schutz. Diese Schiene übernimmt die Funktion eines Helmes beim Motorradfahren oder des Sicherheitsgurtes beim Autofahren.

Woraus besteht ein derartiger Mundschutz?

Der Mundschutz besteht aus einem flexiblen Kunststoff, der den Zähnen des Trägers beim Zahnarzt individuell angepasst wird um einen optimalen Schutz zu gewährleisten. Er hat die Form einer einteiligen Schiene, die oben und unten Aussparungen für die Zähne des Trägers hat und insbesondere die Schneidezähne effektiv vor Beschädigungen schützt.

Erhältlich ist ein solcher Mundschutz in den verschiedensten Farbgebungen - das erleichtert es oft auch Kinder für das Tragen dieses Schutzes zu begeistern.

Aber auch Erwachsene, die sich in einer Sportart betätigen, welche ein Risiko für Schlagverletzungen oder mögliche Stürze darstellt, sollten auf die Vorteile, die ein solcher Schutz bieten kann nicht verzichten. Er stellt ein sicheres Mittel dar, um ärgerliche Verletzungen und Frakturen der Zähne zu verhindern.

Leider ist der Erwerb eines Mundschutzes aus eigener Tasche zu bezahlen. Je nach Ausführung und Güte reichen die Anschaffungskosten von etwa 45 bis 150 EUR. Angesichts der langen Verwendbarkeit des Mundschutzes und dem gleichzeitig gegebenen hohen Schutzfaktor aber gewiss eine lohnende Investition in die eigene Gesundheit bzw. die der Kinder.
zhk+